Was ist eine Warenwirtschaft für Bäckereien?
Eine Warenwirtschaft für Bäckereien, oft auch Bäckerei-ERP genannt, verwaltet alles zwischen Rezept und Zahlungseingang: Artikel und Preise, Bestellungen von Filialen und Großkunden, Versand und Touren, Lieferscheine, Rechnungen, offene Posten und das Rohstofflager. Mark.One verbindet diese Warenwirtschaft mit Kasse, Backstube und Personal in einem System, sodass keine Daten zwischen Programmen übertragen werden müssen.
Viele Bäckereien arbeiten mit mehreren Programmen nebeneinander: einer Kasse, einem Bestellprogramm, Kalkulationen in Excel und einem eigenen Rechnungsprogramm. Jede Preisänderung muss dann an mehreren Stellen gepflegt werden, und Retouren von Wiederverkäufern werden von Hand auf die Rechnung übertragen. In Mark.One gibt es jeden Artikel, jede Bestellung und jede Retoure nur einmal.
Artikel, Preise und Kalkulation an einer Stelle
In Mark.One pflegst du jeden Artikel einmal, mit Preisen, Rezept, Kalkulation, Allergenen und Nährwerten. Kasse, Bestellungen, Rechnungen und Etiketten greifen auf dieselben Stammdaten zu.
- Preise: Mark.One führt Preise netto oder brutto. Preisänderungen, Rabatte und Aktionen verwaltest du zentral im Büro.
- Rezepte: Rezepte lassen sich verschachteln, etwa für Langzeitführungen, und tragen Chargenwerte für die minimale, maximale und optimale Chargengröße.
- Allergene und Nährwerte: Mark.One berechnet Zutatenliste, Allergene und Nährwerte eines Artikels automatisch aus Rezept und Rohstoffen. Etiketten zur Lebensmittelkennzeichnung und Preisschilder für die Filialen druckt das eigene Etikettiermodul.
Wie berechnet Mark.One den Deckungsbeitrag?
Mark.One berechnet den Deckungsbeitrag je Artikel als Nettopreis minus Stückkosten. Die Stückkosten setzen sich aus Wareneinsatz und Personalkosten zusammen. Für Betriebe in der Schweiz zeigt Mark.One zusätzlich die Herstellungsgrundkosten (HGK).
Mit dieser Kalkulation sieht die Bäckerei bei jedem Artikel, was er nach Wareneinsatz und Personal einbringt. Das hilft vor allem vor einer Preisänderung, weil der Deckungsbeitrag in Mark.One zeigt, wie viel Spielraum ein Artikel hat.
Bestellwesen für Filialen, Großkunden und Wiederverkäufer
Mark.One führt alle Bestellungen einer Bäckerei in einer Liste: Filialbestellungen, Lieferungen an Großkunden und Wiederverkäufer, Abholungen und Bestellungen aus dem Webshop. Wiederkehrende Bestellungen laufen als Serienbestellungen, aus denen Mark.One die einzelnen Tagesbestellungen erzeugt.
Ändert ein Großkunde ab dem nächsten Monat seine Mengen, speicherst du das in seiner Serie mit „Änderungen ab Datum speichern“. Die Änderungshistorie der Serie zeigt später, wer wann was geändert hat, und hilft bei Rückfragen des Kunden.
Neue Bestellungen kommen bei Mark.One auf mehreren Wegen ins System. Geschäftskunden bestellen selbst im Business-Bestellshop mit Vorlaufzeitenmanagement, EDI-Bestellungen übernimmt Mark.One per Automatisierung, und der E-Mail-Agent der Business KI legt Bestellungen aus E-Mails im Bestelleingang zur Annahme ab. Wie Filialen bestellen und wie Mark.One ihre Retouren berechnet, steht auf der Seite Filialbestellung und Retouren.
Versand, Touren und Fahrer-App
Im Versand von Mark.One wird jede Lieferung einer Tour zugeordnet und in der Works-App kommissioniert; die Fahrer sehen ihre Tour in der Fahrer-App. Lieferscheine entstehen digital aus den Bestellungen.
Beim Einzählen trägt das Versand-Team das Smartphone am Handgelenk und korrigiert Liefermengen bei Fehlproduktionen direkt in der App. Retouren von Lieferkunden erfassen Versand und Fahrer ebenfalls in Mark.One, so landen sie ohne Zettel auf der richtigen Bestellung und später auf der Rechnung. Mehr zum Versand steht auf der Seite Funktionen.
Lieferscheine, Sammelrechnungen und E-Rechnung
Mark.One erstellt Rechnungen direkt aus Bestellungen und fasst sie bei Bedarf zu Sammelrechnungen zusammen, je Kunde, Organisation, Bestellung oder Lieferschein. Die Retouren, die je Bestellposition erfasst sind, fließen dabei in die Rechnung ein.
Rechnungen verschickt Mark.One auf Wunsch automatisch per E-Mail, vorher lässt sich jede Rechnung in einer Proforma-Ansicht prüfen. Für Wiederverkäufer weist die Rechnung die Summe der Retouren und die Retourenquote aus.
E-Rechnung als XRechnung
Mark.One erzeugt E-Rechnungen als XRechnung 3.0 im UBL-Format nach EN 16931 mit Peppol-Profil. Die Datei lädst du herunter oder verschickst sie per E-Mail. ZUGFeRD und den Versand über das Peppol-Netzwerk bietet Mark.One derzeit nicht an. Was in Deutschland für E-Rechnungen gilt, steht auf der Seite Bäckereisoftware für Deutschland.
QR-Rechnung für die Schweiz
Für Betriebe in der Schweiz druckt Mark.One die QR-Rechnung direkt auf die Rechnung. Was Mark.One sonst für Schweizer Betriebe abbildet, steht auf der Seite Bäckereisoftware für die Schweiz.
Offene Posten, Mahnwesen, SEPA und Bankabgleich
Mark.One führt die offenen Posten je Kunde, mahnt in Mahnstufen und exportiert SEPA-Lastschriften für Kunden mit Bankeinzug. Zahlungseingänge gleicht Mark.One mit den offenen Rechnungen ab, auf Wunsch automatisch über die Bankanbindung.
Die Bankanbindung läuft über das Modul Banking von Mark.One, das die Kontoumsätze deiner Bankkonten über finAPI abholt, derzeit für Konten in Österreich und Deutschland. Mit der Option „Bezahlte Rechnungen automatisch erkennen“ markiert Mark.One nach dem Abruf die Rechnungen als bezahlt, die eindeutig beglichen sind. Mehr zum Modul steht auf der Seite Funktionen.
Mahnungen verschickt Mark.One als Automatisierung. Für einzelne Rechnungen lässt sich der automatische Versand pausieren, etwa wenn mit einem Großkunden gerade eine Reklamation läuft.
Lager, Rohstoffe und Inventur
Mark.One führt die Bestände für Rohstoffe und Waren mit Lagerbuchungen, Wareneingang und Inventur und bewertet den Bestand als Warenwert. Rohstoffbestellungen an Lieferanten legst du direkt in Mark.One an.
Gezählt und eingelagert wird in der Lager-App von Mark.One. Die Inventur läuft in drei Schritten: Lager auswählen, Bestände zählen, bestätigen. Die Zählliste ist mit dem aktuellen Bestand vorbelegt, und Abweichungen übernimmt Mark.One auf Wunsch direkt in den Lagerbestand. Beim Wareneingang prüft das Team den Lieferschein in der App und lagert die Ware ein; Rohstoffe lassen sich mit QR-Code-Etiketten kennzeichnen.
Automatisierungen: Was erledigt Mark.One ohne Klick?
In Mark.One laufen wiederkehrende Büroarbeiten als Automatisierungen zur eingestellten Zeit: Bestell-, Produktions- und Etikettenausdrucke, der Kassen-Tagesbericht, Rechnungen, Mahnungen und Buchhaltungsexporte. Produktions- und Richtlisten liegen so gedruckt bereit, bevor die Bäcker in die Backstube kommen.
Auch Schnittstellen laufen bei Mark.One als Automatisierung, etwa EDI-Bestellungen oder der Excel-Export für Statistik Austria. Dahinter steht das Ziel von Mark.One: Bis 2030 soll kein Mark.One-Kunde mehr Verwaltungsaufgaben haben.
Buchhaltung, Lohn und REST-API
Mark.One exportiert Buchhaltungsdaten an DATEV, BMD und Abacus und Arbeitszeiten für DATEV Lohn, Abacus Lohn und als BMD-Stempeldaten. Für Programme ohne fertige Anbindung gibt es eine offene REST-API mit öffentlicher Dokumentation.
Alle Schnittstellen von Mark.One, von Zahlungsterminals bis zur Produktionssteuerung, stehen auf der Seite Schnittstellen und REST-API. Bestehende Artikel, Rezepte, Rohstoffe, Lieferanten und Kunden übernimmt Mark.One beim Umstieg per Excel-, CSV- oder TSV-Import; den Ablauf beschreibt die Seite Wechsel zu Mark.One.
Für welche Bäckereien passt die Warenwirtschaft von Mark.One?
Die Warenwirtschaft von Mark.One ist für Bäckereien und Konditoreien mit Filialen, Lieferkunden und Wiederverkäufern gemacht, vom Betrieb mit einer Filiale bis zum Großfilialisten mit 100 Filialen. Über 200 Bäckereibetriebe in Österreich, Deutschland und der Schweiz arbeiten mit Mark.One.
Mark.One bildet dabei die Besonderheiten der drei Länder ab: den BMD-Export und den Export für Statistik Austria für Österreich, den DATEV-Export und die XRechnung für Deutschland, den Abacus-Export, die QR-Rechnung und die HGK für die Schweiz. Was Betriebe mit vielen Filialen und eigenem Versand brauchen, steht auf der Seite Software für Großfilialisten.
Zusammenspiel mit anderen Modulen
Die Warenwirtschaft ist bei Mark.One kein eigenes Programm, sondern arbeitet mit denselben Daten wie alle anderen Module:
- Kassensystem für Bäckereien: Bons, Kassenabschlüsse und Filialretouren landen ohne Export im Büro.
- Filialbestellung und Retouren: Serienbestellungen der Filialen, Autopilot und automatische Retourenberechnung.
- Digitale Backstube: Mischplan und Produktionspläne entstehen direkt aus den Bestellungen und Rezepten.
- Business KI: Der E-Mail-Agent nimmt Bestellungen an, und Max beantwortet Fragen zu den eigenen Zahlen.
Häufige Fragen zur Warenwirtschaft
Was gehört bei Mark.One zur Warenwirtschaft?
Zur Warenwirtschaft von Mark.One gehören Artikel mit Preisen, Rezepten, Kalkulation, Allergenen und Nährwerten, das Bestellwesen mit Serienbestellungen, Versand und Touren, Lieferscheine und Rechnungen, offene Posten mit Mahnwesen sowie das Rohstofflager mit Inventur. Alle Teile arbeiten mit denselben Daten wie Kasse und Backstube. Einen Überblick über alle Module gibt die Seite Funktionen.
Wie berechnet Mark.One den Deckungsbeitrag eines Artikels?
Mark.One berechnet den Deckungsbeitrag als Nettopreis minus Stückkosten. Die Stückkosten setzen sich aus Wareneinsatz und Personalkosten zusammen, Gemeinkosten zieht Mark.One dabei nicht ab. Für Betriebe in der Schweiz zeigt Mark.One zusätzlich die Herstellungsgrundkosten (HGK).
Erstellt Mark.One die Allergenkennzeichnung automatisch?
Ja. Mark.One berechnet Zutatenliste, Allergene und Nährwerte eines Artikels aus seinem Rezept und den Rohstoffen und druckt sie über das eigene Etikettiermodul auf Etiketten zur Lebensmittelkennzeichnung. An der Kasse zeigt Mark.One Allergene und Nährwerte auf Wunsch am Kundenbildschirm an oder druckt sie als Bon.
In welchem Format erstellt Mark.One E-Rechnungen?
Mark.One erstellt E-Rechnungen als XRechnung 3.0 im UBL-Format nach der Norm EN 16931 mit Peppol-Profil. Die Datei lädst du herunter oder verschickst sie per E-Mail; ZUGFeRD und den Versand über das Peppol-Netzwerk bietet Mark.One derzeit nicht an. Was in Deutschland für E-Rechnungen gilt, steht auf der Seite Bäckereisoftware für Deutschland.
Erkennt Mark.One automatisch, welche Rechnungen bezahlt sind?
Ja, mit dem Modul Banking: Mark.One holt die Kontoumsätze deiner Bankkonten über finAPI ab und markiert eindeutig bezahlte Rechnungen auf Wunsch automatisch als bezahlt. Die Bankanbindung gibt es für Konten in Österreich und Deutschland. Für Rechnungen, die offen bleiben, verschickt Mark.One Mahnungen in mehreren Mahnstufen.
Wie läuft die Inventur in Mark.One ab?
Die Inventur läuft in Mark.One in drei Schritten, im Büro oder in der Lager-App: Lager auswählen, Bestände zählen, bestätigen. Die Zählliste ist mit dem aktuellen Lagerbestand vorbelegt, Abweichungen übernimmt Mark.One auf Wunsch direkt in den Bestand. Jede Inventur bleibt mit Lagerbestand, gezählter Menge und Differenz gespeichert und lässt sich als PDF oder Excel-Datei ausgeben.